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Sparkassen-Chronik

Mit Liebe zur Region seit 1824

Die Wurzeln der Sparkasse Altenburger Land reichen zurück bis in das Jahr 1824. Tauchen Sie ein in unsere 200-jährige Geschichte.

Unsere Sparkasse ist 200 Jahre.

In dieser Zeit hat unsere Sparkasse Altenburger Land eine faszinierende Entwicklung durchlaufen und sich immer dafür eingesetzt, Menschen dabei zu unterstützen, Geld zu sparen und finanzielle Sicherheit aufzubauen.

Die Sparkasse Altenburger Land hat ganze Epochen und schwerste Krisen durch ein solides Finanzgeschäft stabil und verlässlich überstanden. Dabei hat sie als regionaler Partner auch eine wichtige Rolle in der Finanzierung von Unternehmen und der Förderung der regionalen Wirtschaft übernommen.


  1. 1823

    Carl Friedrich Waitz schlägt die Gründung einer Sparkasse in Altenburg vor.

    1823
  2. Eröffnung der Sparkasse

    Der Sparkassenverein mit 32 Mitgliedern eröffnet am 1. März eine Sparkasse.

    1824
  3. 1838

    Gründung der Sparkasse in Lucka.

  4. 1845

    Gründung einer Vorschusskasse in Altenburg.

  5. 1848

    Neue Grundverfassung der Sparkasse zu Altenburg. Ausdehnung des Geschäftsbereichs auf den Kreisamtsbezirk.

  6. 1850 - 1854

    Sparkassengründungen in Meuselwitz, Schmölln und Gößnitz.

  7. 1871

    Gründung des deutschen Kaiserreiches, die Mark wird Reichswährung.

Errichtung einer städtischen Sparkasse in der Stadt Altenburg

Am 10. Juni 1886 trat unter dem Vorsitz des Altenburger Bürgermeisters Oswald der Bürgervorstand zu einer Sitzung zusammen, in der die Gründung einer städtischen Sparkasse besprochen wurde. Bereits am 26. August wurde seitens dieser Bürgervertretung das Regulativ (Satzung) der zu gründenden städtischen Sparkasse bestätigt, welches am 10. September 1886 vom Herzoglich Sächsischen Ministerium bestätigt wurde. Zweck der Sparkasse war den Bewohnern der Stadt Altenburg und der Umgegend, insbesondere aber den weniger Bemittelten, Gelegenheit zu verschaffen, kleine Ersparnisse und andere Gelder sicher und zinsbar anzulegen. Am 18. Oktober 1886 nahm die Sparkasse ihren Geschäftsbetrieb in der Wallstraße 36 auf. Durch die positive Entwicklung der noch jungen städtischen Sparkasse reichten schon bald die Geschäftsräume in der Wallstraße nicht mehr aus. Deshalb zog diese am 1. Oktober 1895 in das „Stadthaus“ in der Friedrichstraße 2 (heute Friedrich-Ebert-Straße 4) um. Die Sparkasse wurde von 1886 bis 1904 von Reinhold Gemeinhardt geleitet, ihm folgte von 1904 bis 1924 Paul König.

  1. 1886

    Neugründung einer städtischen Sparkasse in Altenburg, die am 18. Oktober ihre Geschäftstätigkeit in der Wallstraße 36 aufnimmt.

    1886
  2. Stadtsparkasse feiert fünfzigjähriges Geschäftsjubiläum.

    1936-2

Die Sparkasse in den Nachkriegsjahren und in der DDR

Mit der Bildung der Sowjetischen Besatzungszone begann die Umwandlung in ein rein staatliches Bankensystem. Da die Sparkassen bereits öffentlich-rechtlich waren, blieben sie von dieser Maßnahme unberührt. Allerdings wurde die Handlungsfähigkeit durch entsprechende Befehle der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland stark eingeschränkt. Mit der Gründung der DDR sank bis 1951 die Anzahl der Institute auf 126 Sparkassen. Im Januar 1951 erhielten die Sparkassen sämtliche Sparkonten der Deutschen Notenbank zugewiesen und im Januar 1952 übertrug die Notenbank die Zuständigkeit für die Kontenführung der Kleinstbetriebe bis zu 10 Beschäftigten. Die Bevölkerung der Stadt Altenburg wuchs bis 1989 auf knapp 55.000 Einwohner. Für die Beschäftigten der petrolchemischen Industrie und des Bergbaus war Altenburg eine wichtige Wohnstadt. Neben den zentrumsnahen Neubaugebieten der 50er und 60er Jahre auf dem Lerchenberg, dem Friedrich-Wolf-Ring und dem Sperlingsberg entstanden in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts die Neubaugebiete in Süd-Ost und Nord. Die Sparkasse eröffnete in den Wohngebietszentren in Süd-Ost und Nord Filialen um kurze Wege für ihre Kunden zu ermöglichen. Ein wesentlicher Gestalter der Entwicklung der Altenburger Sparkasse war Sparkassendirektor Günther Hiller. Er führte die Geschicke der Sparkasse seit 1970 und begleitete auch die anspruchsvolle Zeit des politischen Umbruchs seit 1989 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992.

  1. Schließung

    Rote Armee besetzt Thüringen, Schließung aller Banken und Sparkassen

  2. Neustart

    eine neu gebildete Stadt- und Kreissparkasse öffnet die Schalter wieder

  3. 1948

    Getrennte Währungsreformen in West und Ost.

Die Sparkasse nach der Wiedervereinigung von BRD und DDR

In der DDR mussten sich die regional ausgerichteten Sparkassen der sozialistischen Wirtschafts und Finanzpolitik unterordnen. Mit der Wende 1989/90 standen sie quasi über Nacht vor einem gewaltigen Transformationsprozess, es musste der Weg zu einer Universalbank beschritten werden. Der rasche Wandel war unter anderem mit der Einführung der D-Mark, vieler neuer Produkte und Dienstleistungen sowie moderner Banktechnik verbunden. Bereits kurz nach dem Mauerfall am 9. November 1989 kam es zwischen der Sparkasse in Altenburg und jener in der Partnerstadt Offenburg zu ersten individuellen Kontakten. Aus den Kontakten entwickelte sich eine unkomplizierte Kooperationsbeziehung, deren Ergebnis die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages im Jahr 1990 mit der Bezirkssparkasse Offenburg war. Die Sparkasse musste technisch komplett neu ausgestattet werden. Dies betraf unter anderem Taschenrechner, Schreibmaschinen, Kopiergeräte, Geldzählautomaten, Möbel und komplett modernisierte Geschäftsstellen. Die Sparkassen in Altenburg und Schmölln fusionierten im Jahr 1993 zur Sparkasse Altenburger Land. Ab diesem Zeitpunkt baute das neu geschaffene Kreditinstitut in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten Günter Becker zahlreiche die Städte und das Land prägende Immobilien im Landkreis Altenburger Land aus. Seit 1824 sorgten die Gründungsväter des Spar-Kasse-Vereins und dann folgend die Mitarbeiter der Sparkassen des Landkreises für das soziale Miteinander im Landstrich zwischen Pleiße, Sprotte und Leipziger Tieflandsbucht. Heute ist die Sparkasse Altenburger Land ein modernes Kreditinstitut, das sich dennoch dem Gründungsgedanken weiter verpflichtet sieht, den Unternehmen wie den Privatpersonen ein zuverlässiger und leistungsstarker Finanzdienstleister ist und vielfältig die Menschen in ihrem sozialen Wirken, im Sport und in kulturellen, wissenschaftlichen oder nachhaltigen Aktivitäten unterstützt. Seit dem Jahr 2004 hat die Sparkasse Altenburger Land mehr als 11 Millionen Euro für Sport, Bildung, Soziales und Kultur zur Verfügung gestellt (Stand 31.12.2022).

  1. die D-Mark kommt

    Inkrafttreten der Währungs- und Sozialunion

  2. Beitritt der DDR zur BRD

  3. Bildung eines Sparkassenvorstandes und eines Verwaltungsrates

  4. Schriftenlesesystems

    Einführung des Schriftenlesesystems als eines der ersten Institute in den neuen Bundesländern, das die maschinelle Beleglesung einführte.

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Eröffnung der Sparkasse

Die Gründung des Spar-Kasse-Vereins 1824 in Altenburg

Im frühen 19. Jahrhundert war die wirtschaftliche Lage vieler Menschen in Deutschland noch von Unsicherheit und Armut geprägt. Besonders in kleineren Städten wie Altenburg, die sowohl städtische als auch ländliche Elemente vereinte, war es den meisten Einwohnern nur schwer möglich, langfristige finanzielle Sicherheit zu erreichen. Doch im Zuge der Industrialisierung und einer zunehmenden Verbesserung der Lebensumstände begann sich das Bild langsam zu ändern.

Im 2. und 3. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts stieg der Wohlstand in vielen Teilen des Landes. So auch in Altenburg und dem umliegenden, überwiegend bäuerlich geprägten Umland. Der Verdienst vieler Bewohner reichte nun aus, nicht nur den Alltag zu bestreiten, sondern auch ein gewisses Maß an Ersparnissen anzulegen. Doch vielen fehlte der Zugang zu sicheren und verlässlichen Finanzdienstleistungen, um ihr Geld zu verwahren und gleichzeitig von den Zinsen zu profitieren.

Diese Lücke erkannten angesehene Bürger der Stadt Altenburg und taten sich zusammen, um die ersten Schritte in Richtung eines modernen Sparkassenwesens zu unternehmen. Sie gründeten den Spar-Kasse-Verein, der die Idee einer sicheren und geregelten Geldanlage für alle Bürger zugänglich machte. Besonders wichtig war dabei die Garantie der Sicherheit der Einlagen. Diese sollte den Bürgern ein Gefühl von Vertrauen vermitteln und ihnen ermöglichen, ihre Ersparnisse ohne Angst vor Verlust anzulegen.

Die Gründung des Vereins fand im Jahr 1824 statt, und die Herzoglich-Sächsische-Landesregierung erteilte am 31. Januar 1824 die Genehmigung. Bereits kurz darauf, am 1. März 1824, öffnete die erste Sparkasse in Altenburg ihre Türen. Diese erste Einrichtung war exklusiv für die etwa 10.000 Einwohner der Stadt und ihrer umliegenden Vororte gedacht. Nun konnten auch ärmere Bevölkerungsschichten, die bislang kaum Zugang zu Bankdienstleistungen hatten, ihre Ersparnisse anlegen und sich vor den Risiken einer unsicheren Zukunft schützen.

Die Gründer des Spar-Kasse-Vereins formulierten in ihren Gründungsstatuten klare Regeln für die Einlagen: Diese durften zwischen 4 Groschen und 25 Reichstalern betragen. Damit sollte auch der breiten Bevölkerungsschicht die Möglichkeit gegeben werden, mit kleinen Beträgen zu sparen. Der Gedanke war, dass der „reichliche Erwerb“ der Menschen nicht nur für Konsum, sondern auch für die Bildung von Rücklagen genutzt werden sollte. In den turbulenten Zeiten des 19. Jahrhunderts, in denen Naturkatastrophen, wirtschaftliche Krisen und Krieg die Lebensgrundlagen vieler Menschen bedrohten, war diese Form der finanziellen Vorsorge von unschätzbarem Wert.

Die Sparkasse wuchs schnell und wurde zu einem wichtigen Bestandteil der Altenburger Gesellschaft. Sie trug dazu bei, dass immer mehr Menschen nicht nur von ihrem täglichen Einkommen, sondern auch von der Möglichkeit der sicheren Geldanlage und der Zinsgewinne profitierten.

So legte der Spar-Kasse-Verein den Grundstein für das moderne Bankwesen in Altenburg und bildete gleichzeitig ein Modell, das in vielen anderen Städten und Regionen als Vorbild diente. Die Eröffnung dieser ersten Sparkasse stellte einen entscheidenden Schritt in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region dar und ermöglichte es den Menschen, eine stabile Zukunft für sich und ihre Familien aufzubauen.

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Im Jahr 1936 konnte die Stadtsparkasse Altenburg auf ein halbes Jahrhundert erfolgreichen Geschäftsbetrieb zurückblicken. Gegründet im Jahr 1886, hatte sich die Sparkasse in den vergangenen 50 Jahren zu einer wichtigen Institution für die Bevölkerung der Stadt Altenburg und der umliegenden Region entwickelt. Ursprünglich mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Bürgern, insbesondere den weniger vermögenden, eine sichere und zinsbringende Möglichkeit zur Geldanlage zu bieten, hatte die Stadtsparkasse seit ihrer Eröffnung im Jahr 1886 einen bemerkenswerten Aufstieg erlebt.

Die ersten Jahrzehnte waren von stetigem Wachstum geprägt: Nach der Eröffnung der ersten Geschäftsstelle in der Wallstraße 36, war der Umzug in das Stadthaus an der Friedrichstraße 2 im Jahr 1895 ein erster bedeutender Schritt in Richtung Expansion. Unter der Leitung von Reinhold Gemeinhardt, der von 1886 bis 1904 als Direktor fungierte, sowie seines Nachfolgers Paul König, konnte die Stadtsparkasse ihre Dienstleistungen weiter ausbauen und immer mehr Menschen in der Region erreichen. Die positive Entwicklung war ein deutliches Zeichen für das wachsende Vertrauen der Bevölkerung in die Einrichtung.

Das Jubiläum 1936 wurde mit einer Reihe von Feierlichkeiten begangen, bei denen nicht nur die Geschichte und die Erfolge der Stadtsparkasse gewürdigt wurden, sondern auch ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben wurde. Im Mittelpunkt des Jubiläums stand die Feststellung, dass die Sparkasse nicht nur als finanzielles Unternehmen eine zentrale Rolle im Leben der Altenburger spielte, sondern auch als wichtiger Partner für die städtische Gemeinschaft. Mit zunehmendem Wohlstand und wachsender Bevölkerungszahl in der Region hatte sich die Sparkasse nicht nur als Finanzdienstleister, sondern auch als sozialer Faktor etabliert.

Besonders beachtet wurde auch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots: Vom ersten bescheidenen Angebot einfacher Sparprodukte bis hin zu komplexeren Finanzdienstleistungen hatte die Stadtsparkasse stets darauf geachtet, den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden. Die Jubiläumsfeierlichkeiten erinnerten daher nicht nur an die Geschichte des Unternehmens, sondern auch an die enge Verbindung zwischen der Sparkasse und der Stadt Altenburg selbst.

Im Jahr 1936 war die Stadtsparkasse somit mehr als nur eine Bank – sie war ein wesentlicher Bestandteil des städtischen Lebens, der sowohl durch ihre Finanzprodukte als auch durch ihre soziale Verantwortung glänzte. Das fünfzigjährige Jubiläum markierte daher einen Meilenstein, der nicht nur die vergangenen Erfolge feierte, sondern auch die Bedeutung der Sparkasse für die Zukunft unterstrich.

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